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Buchtipps

Becoming Nigerian: A Guide is a satirical collection that takes a searing look at how different forms of power are abused, negotiated and performed both in the private and public realm. Through attempting to satirise those who abuse privilege or power, it recognises that power can be found everywhere: in politics, business, religious institutions and homes.

Pulitzer-Preis-Gewinner Colson Whitehead hat einen neuen Roman vorgelegt, basierend auf einer wahren Geschichte von jungen Schwarzen, die in einer US-Strafanstalt brutal gefoltert und erschossen wurden. Gerade erschien eine Rezension von Ulrich Greiner in Die ZEIT: „Die Nickel Boys – das klingt niedlich, führt aber in die Irre. Das Nickel ist eine in Florida gelegene "Besserungsanstalt" für Jugendliche, in Wahrheit ein Ort des Schreckens und des Todes. Hier werden Kinder aus armen, oftmals gescheiterten Familien damit bekannt gemacht, dass sie keine Chance haben.

Ein besonderer Lesegenuss für Liebhaber*innen von Fantasy und Sci-Fi. HBO hat sich bereits die Rechte an „Wer fürchtet den Tod“ der Nebula Award Gewinnerin Nnedi Okorafor gesichert und arbeitet mit der Autorin und „Game of Thrones“-Schöpfer G. R. R. Martin an einer Romanverfilmung im Serienformat. 

Zweisprachiger Gedichtband Englisch-Deutsch von Ben Okri übersetzt von Brigitte Oleschinski.   Nostalgie   Wie ein Schiff im Sand Schleichen langsam die Tage dahin, Man steckt fest an Land. In schwarzen Büchern sammeln sich Träume: Vermischte Parabeln, gekrümmte Räume, Aus denen die Seele sprießt Und leise die Zeit abliest. Aus der ganzen Welt finde ich Heim In einen unkomplizierten Reim. Ich schwelge in Träumen und faste im Sein; Träume verwandeln Streit in Schein.

„Eine allgemeine Theorie des Vergessens“ von José Eduardo Agualusa wurde 2017 mit dem Dublin International Literary Award ausgezeichnet. Es ist eine fantastische und doch ganz und gar wahre Geschichte: Am Vorabend der angolanischen Revolution mauert sich Ludovica, nachdem sie einen Einbrecher in Notwehr erschossen und auf der Dachterrasse begraben hat, für dreißig Jahre in ihrer Wohnung in einem Hochhaus in Luanda ein.

A man begins to search for the woman he loves, at first desperately and then with terrible realization. The reader travels with him through a frightening, disintegrating world of lies, and violence, and fear. At the heart of this disturbing world lies the prison.

Viel zu lange wurde Rassismus als reines Problem rechter Extremisten definiert. Doch die subtileren, nicht weniger gefährlichen Vorurteile finden sich dort, wo man am wenigsten mit ihnen rechnen würde – im Herzen der achtbaren Gesellschaft. »Dieses Buch verlangte danach, geschrieben zu werden. Es ist die Art von Buch, die eine Zukunft einfordert, in der wir solche Bücher nicht mehr brauchen. Essenziell.« Marlon James, Gewinner des Man Booker Prize 2015

Der 10-jährige Jama, Sohn somalischer Nomaden, begibt sich in den 1930er Jahren auf eine weite Reise, um seinen Vater im Sudan zu finden. Auf seinem beschwerlichen Weg durchquert er mehrere ostafrikanische Länder, trifft viele verschiedene Menschen und ist immer wieder auf die Hilfe von Fremden angewiesen, wobei er an jedem Ort nach Menschen aus seinem Clan, den Eidegalle sucht, die ihn bei sich aufnehmen und von denen er hofft, dass sie seinen Vater Guure kennen.

Nigeria, 1968. Seit etwas mehr als einem Jahr tobt im Südosten ein Bürgerkrieg, der hunderttausende Opfer fordert. Die Region, deren Bewohner*innen sich mehrheitlich der Gruppe der Igbo zugehörig erklären, hatte unter dem Namen Biafra einen unabhängigen Staat ausgerufen, den zu akzeptieren das restliche Nigeria nicht bereit ist. Hier, als junges Mädchen inmitten der Kriegswirren, beginnt Ijeoma’s Geschichte.

Hypnotisch zieht die nackte Frau auf dem Buchcover von Chika Unigwe’s On Black Sister’s Street (Jonathan Cape, 2009) die Buchkund*innen in den Bann. Der Glanz ihrer Schwarzen Haut und das Zitat Ali Smith’ daneben „This powerful book will leave you haunted” ist Metapher und Realität zugleich. Auch das Cover der deutschen Edition mit dem leicht gekürzten Titel Schwarze Schwestern (Tropen, 2010), ist durch den direkten, fast starrenden Blick einer Schwarzen kurzhaarigen Frau noch verstörender.