Das erstaunliche Ende (Halbleinen)

Eine Reihe betrüblicher Ereignisse 13 - Manhattan
ISBN/EAN: 9783442545957
Sprache: Deutsch
Umfang: 310 S.
Format (T/L/B): 3 x 19 x 12.6 cm
Einband: Halbleinen
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Das Grauen nimmt ein erstaunliches Ende! Der dreizehnte Band von Snickets »Betrüblichen Ereignissen« Nach einem außerordentlich schlechten Anfang steuern die Baudelaire Kinder in ihrem letzten Abenteuer einem fürchterlichen Finale entgegen. Zusammen mit Graf Olaf treiben Violet, Klaus und Sunny nach dem Brand im Hotel Denouement in einem kleinen Boot auf hoher See. Ihre Lage scheint aussichtslos, als ein Sturm das Boot zerstört und alle vier auf einer Insel angespült werden. Dort lebt eine eigenartige Kolonie von Schiffbrüchigen, die die Kinder jedoch freundlich empfangen und schnell Graf Olafs böses Wesen durchschauen. Aber vor allem können sie den Baudelaire Waisen helfen, die fürchterlichen Rätsel ihrer Familie zu lösen, was Graf Olaf natürlich mit aller Macht zu verhindern versucht .
Lemony Snickets einziger Lebenssinn war es, die Geschichte der Baudelaire-Waisen aufzuzeichnen. Dieses fürchterliche Vorhaben hat ihn zu zahlreichen Schauplätzen äußerst schrecklicher Verbrechen geführt, meist in der Nebensaison. Nachdem diese unmenschlic
Wenn du schon einmal eine Zwiebel geschält hast, dann weißt du, dass unter dem ersten papierdünnen Häutchen ein zweites papierdünnes Häutchen zum Vorschein kommt und unter dem zweiten ein drittes und unter dem dritten ein viertes, und ehe du dich's versiehst, hast du Hunderte von Häuten auf dem Küchentisch und Tausende von Tränen in den Augen und bereust es, jemals mit dem Schälen begonnen zu haben, und wünschst dir stattdessen, du hättest die Zwiebel auf dem Regal in der Speisekammer verfaulen lassen und weitergemacht wie bisher, selbst um den Preis, den vielschichtigen, tränentreibenden Geschmack dieser seltsamen, bitteren Knolle nie wieder zu kosten. Ein bisschen gleicht auch die Geschichte der Baudelaire-Waisen einer Zwiebel, und wenn du darauf bestehst, jede einzelne papierdünne Schicht dieser Reihe betrüblicher Ereignisse aufzudecken, sind dein einziger Lohn einhundertsiebzig Kapitel fortlaufenden Elends in deiner Bibliothek und zahllose Tränen in deinen Augen. Selbst wenn du die ersten zwölf Bände der Geschichte schon kennst - noch ist es nicht zu spät, mit dem Lesen aufzuhören und diesen Band zurück ins Regal zu stellen, wo er verfaulen kann, während du etwas liest, was weniger vielschichtig und tränentreibend ist. Das Ende dieser traurigen Chronik ist genauso schrecklich wie ihr Anfang, denn jedes Unglück fördert nur ein nächstes und ein übernächstes und überübernächstes zutage, und die, denen solch seltsame und bittere Kost auf den Magen schlägt, sollten sich besser nicht noch mehr von der Baudelaire-Zwiebel einverleiben. Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber so und nicht anders sieht es aus. Die Baudelaire-Waisen wären hocherfreut über eine Zwiebel gewesen, wenn denn eine angeschaukelt gekommen wäre auf dem unermesslichen, leeren Meer, über das sie in einem Boot dahintrieben, das so groß war wie ein größeres Bett, aber nicht annähernd so gemütlich. Wäre eine solche Knolle aufgetaucht, dann hätte Violet, die älteste der Geschwister, sich die Haare mit einem Band aus dem Gesicht gebunden und in Sekundenschnelle eine Vorrichtung erfunden, um die Zwiebel damit aus dem Wasser zu fischen. Klaus, der Zweitälteste und einzige Junge, hätte sich auf nützliche Fakten aus einem der Tausenden von Büchern besonnen, die er gelesen hatte, um bestimmen zu können, um was für eine Sorte Zwiebel es sich handelte und ob sie essbar war oder nicht. Und Sunny, die erst kürzlich dem Krabbelalter entwachsen war, hätte die Zwiebel mit ihren ungewöhnlich scharfen Zähnen in mundgerechte Stücke zerbissen und ihre neu entwickelten Kochkünste zur Anwendung gebracht, um aus einer ordinären Zwiebel ein höchst schmackhaftes Gericht zu zaubern. Ihre großen Geschwister meinten direkt, sie »Soubise!« verkünden zu hören, was ihre Art war zu sagen: »Das Essen ist fertig.« Aber die drei Kinder hatten keine Zwiebel gesehen. Streng genommen hatten sie so ziemlich gar nichts gesehen auf ihrer Meerfahrt, seit sie mit dem großen Holzboot vom Dach des Hotels Denouement abgestoßen waren, um sich einerseits vor dem Feuer in Sicherheit zu bringen, das im Hotel wütete, und andererseits vor dem Zugriff der Behörden, die sie als Mörder und Brandstifter verfolgten. Wind und Strömung hatten das Boot rasch von dem brennenden Hotel fortgetrieben, und bei Sonnenuntergang waren sowohl das Hotel als auch all die anderen Gebäude der Stadt nur noch als Schemen am Horizont zu erkennen gewesen. Nun, am Morgen danach, war weit und breit nichts zu sehen außer der ruhigen, glatten Meeresoberfläche und dem düstergrauen Himmel. Genau solch ein Wetter hatte damals an der Kahlen Küste geherrscht, an dem Tag, als ein verheerender Brand ihnen auf einen Schlag ihre Eltern und ihr Zuhause geraubt hatte, und so schwiegen die Kinder die meiste Zeit und dachten an diesen grauenvollen Tag und all die anderen grauenvollen Tage, die ihm gefolgt waren. Es hätte beinahe friedlich sein können, in einem Boot auf dem Meer zu treiben und über ihr Schicksal nachzusinnen, wäre nicht ihr unange