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Raus aus dem Fachkräftemangel

Wege zu dauerhaft motivierten und leistungsfähigen Mitarbeitenden

Rudolph, Darina/Dr Assländer, Friedrich/Wolff, Bernhard u a
Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783949217289
Sprache: Deutsch
Umfang: 159 S., 23 Illustr., Bilder, Grafiken
Format (T/L/B): 1.3 x 21 x 15 cm
Auflage: 1. Auflage 2022
Lesealter: 10-99 J.
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Fachkräftemangel - ein Wort, das in aller Munde ist. Leider mittlerweile für viele Bereiche so oft genutzt, dass die wirkliche Bedeutung verloren gegangen ist. Mit diesem Buch möchte ich euch einen Leitfaden geben, dem Mangel an qualifizierten und motivierten Mitarbeitenden ein Ende zu setzen. Dafür bedarf es aus meiner Sicht einiger grundlegender Facetten der Einstellung - Mindset. Denn der Fachkräftemangel spiegelt in meinen Augen eines wider: Wir haben verlernt, uns wirklich um die Ressource Mensch zu bemühen. Wir wissen oft nicht, wie wir respektvollen Umgang an den Tag legen und gleichzeitig die Motivation stärken können. Damit möchte ich den demografischen Wandel nicht in den Schatten stellen. Wir befinden uns mittendrin und er wird weiter voranschreiten. Es gibt keinerlei Zweifel daran. Eben genau deshalb ist es umso wichtiger, dieser Herausforderung mit der richtigen Einstellung zu begegnen. Besteht also die Möglichkeit durch die richtige Einstellung, gepaart mit dem richtigen Handeln, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken? In meine Augen JA und dieses Buch soll euch aufzeigen, was genau es bedeutet die richtige Einstellung zu haben, wie diese in den Arbeitsalltag umgesetzt werden kann und es somit gelingt, immer die richtigen Mitarbeitenden - wie magisch - anzuziehen. Das Buch kann als Leitfaden dienen, ersetzt jedoch keinesfalls individuelle Beratung sowie Training der Beteiligten. Und wenn ich von Beteiligten spreche, dann meine ich alle. Die gesamte Organisation, jedes auch noch so kleine (wobei für mich die Größe keinen Unter-schied macht) Zahnrad spielt dabei eine wichtige Rolle. Ich möchte, dass dieses Buch viele Menschen erreicht und ihnen eine Hilfestellung bietet, den Herausforderungen der neuen Zeit gewappnet zu begegnen.

Autorenportrait

Darina ist Betriebswirtin sowie Wirtschaftsfachwirtin IHK und beschäftigt sich seit Anbeginn ihrer beruflichen Laufbahn mit Personalmanagement und dem Fachkräftemangel. In den verschiedensten Unternehmensbereichen und Branchen konnte sie wichtiges Know-How aufbauen. Schlüsselfaktoren sind ihrer Meinung nach Purpose verbunden mit dem richtigen Zielbild und der richtigen Umgebung. Als BusinessTrainerin legt sie Wert auf die Einbindung der persönlichen Fähigkeiten und Stärken im Unternehmenskontext. Weiterhin kann sie aufgrund ihrer umfassenden Erfahrung als WorkingMum Familienberatungsleistungen innerhalb eines Personalentwicklungsprozesses begleiten. Darina ist Mitglied des Berufsverbandes für Training, Beratung und Coaching. www.DarinaRudolph.de www.HummingAct.de

Leseprobe

Führen wie ein Gärtner. In diesem Kapitel möchte ich euch einen Einblick über die Parallelen von Führung von Menschen und der Arbeit eines Gärtners aufzeigen. Dazu nutze ich als Metapher das Leben eines Baumes. Einem jungen Baum, der gerade gepflanzt wurde und der seine ersten Wurzeln in den Untergrund austreibt, um sicheren Halt zu haben, wird zumeist an einen Pflock angebunden. Dieser Pflock schützt den Baum vor starken Windböen und gibt ihm somit entsprechend Halt. Ihr werdet euch wahrscheinlich fragen, was dieses Beispiel nun mit Führung zu tun hat. Die Lösung ist, sobald ihr diese gelesen habt, sehr einleuchtend. Nehmen wir nun diese Metapher und wenden Sie auf einen Auszubildenden oder einen Praktikanten im Studium an. Dieser doch junge Mensch benötigt, um Fuß zu fassen, gewisse Rahmenbedingungen. Er benötigt eine Art Pflock, wie der Baum, um nicht gleich bei der ersten Herausforderung einzubrechen und aufzugeben. Es sind Unterstützungen, welche durch die Führungskraft oder den Ausbilder diesem jungen Menschen Möglichkeiten bieten, seine eigenen Wurzeln in der Arbeitswelt zu schlagen. Wenn ich von Wurzeln in der Arbeitswelt spreche, dann richtet sich mein Augenmerk auf Grundbedürfnisse. Diese können zum Beispiel Umgangsformen oder geregelte Arbeitsvorgaben darstellen. Es fällt somit dem jungen Menschen einfacher, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Es können aber auch Treffpunkte und Orte sein, an denen regelmäßige Arbeitstreffen stattfinden. Ebenso können vorgegebene Arbeitszeitfenster den jungen Menschen einen geeigneten Raum zum Wachsen bieten. Zurück zu unserer Metapher: Der nicht mehr ganz so junge Baum konnte nun in den ersten Jahren die Wurzeln für einen festen Halt in den Untergrund austreiben. Dies ist in aller Regel die Zeit, an dem der Pflock gelöst wird, um dem Baum Freiraum zum Wachstum zu ermöglichen. Er benötigt diesen Freiraum, um sich in alle Himmelsrichtungen auszubreiten, zur Vorbereitung auf den Ertrag, welchen er in den nächsten Jahren an Früchten für uns bereithalten wird. Lasst uns auch hier den Blick auf den Zusammenhang mit der Arbeitswelt richten. Der junge Mensch konnte nun bereits einige Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln. Er hat gelernt, wie er in bestimmten Situationen mit bestimmten Gegebenheiten für sich optimale Lösung finden kann. Es ist an der Zeit, diesem Menschen den Freiraum zu geben, um sich zu entfalten. Dabei hat die Entfaltung in diesem Lebensabschnitt eine enorm wichtige Bedeutung für das weitere Arbeitsleben. Schränken wir an dieser Stelle junge Menschen zu sehr in ihrer eigenen Kreativität und Entfaltung ein, können wir nicht erwarten, dass diese Menschen mit herausragenden Ideen auf uns zukommen. Vielmehr werden sie versuchen, sich dieser eingeschränkten Arbeitsumgebung noch besser anzupassen. Wie ihr sicherlich erkennen könnt, bedarf es einer gewissen Form von Freiheit, um eine optimale Entwicklung zu ermöglichen, Freiheit auf Grundlage von Vertrauen. Es bedeutet auch Entscheidungsfreiheit und somit die Möglichkeit, eine Entscheidung zu treffen und nicht durch Vorgabe zu beeinflussen. Damit möchte ich nicht sagen, dass diese Entscheidung hundertprozentig akzeptiert wird. Es wird immer wieder Situationen und Anlässe geben, zu denen man gemeinsam überlegen sollte, ob die getroffene Entscheidung der jungen Menschen die richtige Entscheidung ist. Solltet ihr als Führungskraft feststellen, dass es an der einen oder anderen Stelle weiteren Betrachtungsraum benötigt, so solltet ihr auch die Gelegenheit bieten, diesen Betrachtungsraum für die Entscheidung des jungen Menschen zu gewähren. Der junge Mensch könnte also die Möglichkeit erhalten, seine Entscheidung nochmals mit neuen Denkanstößen zu überprüfen. Durch ein solches Handeln stellt ihr sicher, dass (durch ständiges Wiederholen) der junge Mitarbeitende immer sicherer im Umgang mit seinen eigenen getroffenen Entscheidungen wird. Ihm wird die Relevanz eurer Perspektive klar und er wird sich